Markenprägung ist im Jugendalter besonders groß

Der Älteste am Podium der „Jugend“-Diskussion der Medientage präsentierte die modernste Einstellung 

Die Veränderung der Konsumbedürfnisse von jugendlichen Mediennutzern standen bei der Diskussion „Welches Medienangebot brauchen junge Zielgruppen?“ im Mittelpunkt. Als Wortführer etablierte sich Frido Hütter von der Kleinen Zeitung, seiner Definition nach kein Early Adopter. Schon nach wenigen Minuten polarisierte er mit dem Satz: „Ich glaube nicht mehr an das Papier.“

Die vor neun Monaten erfolgreich etablierte „Kleine Kinderzeitung“ mit inzwischen 14.000 Abonnenten werde nur deshalb noch auf Papier ausgeliefert, weil die Tablet-Durchdringung einfach noch zu niedrig sei, sagte Hütter.

Keine Zielgruppen in Sicht

Die Diskussion über mögliche Zielgruppen erwies sich als unfruchtbar. Zuwenig Differenzierung unter den Jugendlichen und keine klaren Trends würden es schwierig machen, Zielgruppen zu definieren, gab Moderatorin Mesi Tötschinger aus ihrer Erfahrung beim X-Press preis und das Podium unterstützte sie in dieser Meinung.

„Jugend ist keine homogene Gruppe“, erklärte Barbara Aschenbrenner vom ZIS. „Die Jugend heute ist liberaler und hat ein anderes Kommunikationsverhalten. Man beginnt auch, die Treffsicherheit des häufig strapazierten Begriffs ‚Digital Natives‘ anzuzweifeln. Jugendliche können einfach sehr gut mit neuen Medien umgehen.“

Klein aber Oho

Laura Rudas von der SPÖ gab zu bedenken, dass Medien ebenso wie die Politik gut beraten seien, auf Jugendliche inhaltsbezogen Rücksicht zu nehmen. „Es gibt mehr Möglichkeiten der Mediennutzung für Jugendliche als noch vor 15 Jahren. Junge Menschen sind zwar eine kleine Zielgruppe, aber das Engagement rentiert sich, weil sowohl die Marken- als auch die Demokratiebildung in diesem Alter besonders stark ist.“ 

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